Aufschlag- und Margen-Rechner

Tragen Sie Ihre Kosten ein und die Größe, die Sie schon haben — Preis, Ziel-Marge oder Ziel-Aufschlag. Der Rechner liefert die übrigen drei.

Verkaufspreis
Aufschlag
Marge

Gewinn je Stück
Kosten 100Gewinn 50Aufschlag: Gewinn zu Kosten50 / 100 = 50%Marge: Gewinn zum Preis50 / 150 = 33,3%
Ein Gewinn, zwei Nenner. Mehr ist der Unterschied nicht.

Der Unterschied in einer Zeile

Beide beschreiben denselben Gewinn. Sie teilen ihn nur durch Verschiedenes.

Gewinn   = Preis − Kosten

Aufschlag= Gewinn / Kosten  ← bezogen auf das, was Sie zahlten
Marge    = Gewinn / Preis   ← bezogen auf das, was der Kunde zahlte

Da der Preis immer über den Kosten liegt, ist die Marge stets die kleinere Zahl. Nennt jemand einen Prozentsatz, ohne dazuzusagen welchen, sollte man die schmeichelhaftere Lesart annehmen und nachfragen.

Rechenbeispiel

Sie kaufen zu 60 ein und verkaufen zu 100:

  • Gewinn = 100 − 60 = 40
  • Aufschlag = 40 / 60 = 66,7%
  • Marge = 40 / 100 = 40%

Derselbe Gewinn von 40, zwei sehr unterschiedlich aussehende Prozentsätze. Keiner ist falsch, sie beantworten verschiedene Fragen: Der Aufschlag sagt, wie viel Sie draufgelegt haben, die Marge, wie viel vom Verkauf bei Ihnen bleibt.

Der Fehler, der echtes Geld kostet

Sie wollen 30% Marge und schlagen deshalb 30% auf die Kosten. Aus 60 werden 78 — und die Marge, die Sie tatsächlich erzielen, beträgt 18 / 78 = 23,1%, nicht 30%.

Für 30% Marge muss der Preis bei 60 / 0,7 = 85,71 liegen. Das sind fast acht Einheiten je Stück, und bei realen Stückzahlen ist das der Unterschied zwischen einem tragfähigen und einem nicht tragfähigen Geschäft.

Preis für eine Ziel-Marge     = Kosten / (1 − Marge)
Preis für einen Ziel-Aufschlag = Kosten × (1 + Aufschlag)

Der Fehler wächst schnell. Bei einem Ziel von 50% ergeben dieselben Kosten von 60 einmal 90 und einmal 120 — eine Lücke von 30, also der halbe Einkaufspreis.

Welche Größe wofür?

Die Marge für alles, was die Gesundheit des Geschäfts betrifft. Sie ist gemeint, wenn Buchhaltung, Investoren oder Marktplätze davon sprechen, sie lässt sich sauber zwischen Produkten vergleichen, und sie zeigt, wie viel Luft ein Rabatt hat.

Der Aufschlag für die Preisbildung im Alltag. Wer zu bekannten Kosten einkauft und einen festen Faktor anlegt, rechnet damit schneller im Kopf — „Kosten mal zwei“ sind 100% Aufschlag und 50% Marge.

Ärger entsteht, wenn beides im selben Haus durcheinandergeht: Der Einkauf denkt in Aufschlägen, die Buchhaltung berichtet Margen, und die Zahlen passen nie zusammen.

Wo die Mehrwertsteuer hingehört

Marge und Aufschlag werden immer auf Nettowerte gerechnet. Die Steuer gehört Ihnen nicht, also hat sie in keiner der beiden Größen etwas zu suchen.

Die Steuerauswahl auf dieser Seite dient nur dem letzten Schritt: Sie ermitteln den Nettopreis, den Ihre Marge verlangt, und schlagen dann den Satz des Bestimmungslandes auf, um den ausgezeichneten Preis zu erhalten. Marge gegen den Bruttopreis zu rechnen überzeichnet sie ungefähr um den Steuersatz.

Aufschlag in Marge umrechnen

Aufschlag in Marge umrechnen
Aufschlag Marge
10,0% 9,1%
15,0% 13,0%
20,0% 16,7%
25,0% 20,0%
30,0% 23,1%
40,0% 28,6%
50,0% 33,3%
60,0% 37,5%
75,0% 42,9%
100,0% 50,0%
150,0% 60,0%
200,0% 66,7%
300,0% 75,0%

Häufige Fragen

Immer der Aufschlag — bei jedem gewinnbringenden Verkauf. Beide hängen zusammen: Marge = Aufschlag / (1 + Aufschlag). 100% Aufschlag sind 50% Marge, 50% Aufschlag sind 33,3% Marge.

Teilen Sie die Kosten durch 0,6. Bei Kosten von 60 sind das 100. Allgemein: Kosten / (1 − Marge als Dezimalzahl). 40% auf die Kosten aufzuschlagen ergibt 84 und nur 28,6% Marge.

Nur wenn die Ware nichts kostet — deshalb lehnt der Rechner das ab. Je näher die Marge an 100% rückt, desto weiter läuft der nötige Preis gegen unendlich. Der Aufschlag kennt diese Grenze nicht: 900% Aufschlag sind möglich und entsprechen 90% Marge.

Wenn die Marge belastbar sein soll, ja. Klassisch deckt die Rohmarge nur den Wareneinsatz, aber im Online-Handel verhält sich der Werbekostenanteil je Stück genau wie Wareneinsatz. Nehmen Sie ihn auf, dann hört die Zahl auf zu schmeicheln.

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht — Lebensmittelhandel lebt von wenigen Prozent, Software von über neunzig. Nützlicher als die Höhe ist der Puffer: Übersteht das Produkt 20% Rabatt, steigende Werbekosten und eine übliche Retourenquote und liegt noch über null?

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