Break-even-Rechner: die Gewinnschwelle

Tragen Sie Ihre Fixkosten je Periode ein, den Verkaufspreis und die Kosten, die je Verkauf einmal anfallen. Der Rechner liefert die Stückzahl, ab der alles gedeckt ist — und ab der jeder weitere Verkauf Gewinn ist.

Miete, Gehälter, Software, Abos — alles, was sich mit der verkauften Menge nicht ändert.
Ware, Versand, Zahlungsgebühren, Provision, Verpackung — alles, was je Verkauf einmal anfällt.
Break-even, Stück
Break-even, Umsatz
Deckungsbeitrag je Stück

Deckungsbeitragsquote
FixkostenGesamtkostenUmsatzBreak-even0GewinnVerlust
Vor dem Schnittpunkt vergrößert jedes Stück den Verlust, danach den Gewinn.

Die Formel

Deckungsbeitrag = Preis − variable Kosten
Break-even Stück= Fixkosten / Deckungsbeitrag
Break-even Umsatz = Stück × Preis

Der Deckungsbeitrag ist der Teil jedes Verkaufs, der übrig bleibt, um die Miete zu zahlen. Sobald genug Stück die Fixkosten vollständig gedeckt haben, ist alles Weitere Gewinn — deshalb sind die letzten Verkäufe eines guten Monats so viel mehr wert als die ersten.

Die Stückzahl wird aufgerundet. 434,78 Stück lassen sich nicht verkaufen, und bei 434 fehlt noch etwas.

Rechenbeispiel

Fixkosten von 8.000 im Monat, ein Produkt zu 49,90 mit variablen Kosten von 31,50:

  • Deckungsbeitrag = 49,90 − 31,50 = 18,40 je Stück
  • Break-even = 8.000 / 18,40 = 435 Stück
  • Break-even-Umsatz = 21.695,65
  • Deckungsbeitragsquote = 18,40 / 49,90 = 36,9%

Für 5.000 Gewinn obendrauf brauchen Sie (8.000 + 5.000) / 18,40 = 707 Stück. Für diese 5.000 sind also 272 zusätzliche Verkäufe nötig — der Gewinn skaliert nicht mit demselben Aufwand wie die ersten 435.

Fix oder variabel? Hier geht es schief

Die Rechnung ist trivial. Das Sortieren der Kosten nicht.

Variabel ist, was je Verkauf einmal anfällt und wegfällt, wenn der Verkauf ausbleibt: die Ware, Verpackung, Versand, Zahlungsgebühren, Marktplatzprovision, das Versandlabel.

Fix ist, was weiterläuft, ob Sie ein Stück verkaufen oder tausend: Miete, Gehälter, Software-Abos, Buchhaltung, die monatliche Verkäufergebühr.

Zwei Posten machen die meiste Mühe. Werbung gilt meist als fix, weil man ein Budget setzt — wächst der Etat aber mit dem Absatz, verhält sie sich variabel. Ordnen Sie sie dort ein, wo sie sich in Ihrem Geschäft tatsächlich verhält. Lagerung ist fix bei einer gemieteten Halle und variabel, wenn je eingelagertem Stück abgerechnet wird.

Sicherheitsspanne

Tragen Sie ein, was Sie tatsächlich verkaufen, und der Rechner zeigt, wie weit der Absatz fallen darf, bis der Break-even erreicht ist. 600 Stück gegen einen Break-even von 435 ergeben eine Sicherheitsspanne von 27,5%.

Diese eine Zahl sagt mehr über die Verwundbarkeit eines Geschäfts als der Gewinn. Zwei Unternehmen mit demselben Gewinn können bei 5% und bei 40% liegen — und nur eines übersteht ein schwaches Quartal.

Was das Modell voraussetzt

Die Break-even-Rechnung unterstellt, dass Preis und variable Kosten über alle Stück konstant bleiben. In der Praxis trifft beides nicht zu: Mengenrabatte senken Ihre Kosten mit dem Wachstum, Aktionen und Gebührenstufen bewegen den Preis.

Nehmen Sie das Ergebnis als Planungsschwelle, nicht als Gesetz. Sinken Ihre Kosten ab einer bestimmten Menge, rechnen Sie zweimal — je einmal diesseits und jenseits der Stufe — und prüfen Sie, ob sich die Entscheidung ändert.

Häufige Fragen

Ohne. Die Steuer wird für das Finanzamt eingezogen und trägt nie zur Deckung Ihrer Kosten bei. Durchgehend Nettopreise und Nettokosten verwenden.

Weil die variablen Kosten den Preis erreichen oder übersteigen. Jedes weitere Stück vergrößert dann den Verlust, statt ihn zu verringern — keine Menge deckt jemals die Fixkosten. Menge heilt keinen negativen Deckungsbeitrag, nur ein höherer Preis oder niedrigere Stückkosten.

Das hängt allein davon ab, welche Fixkosten sie tragen muss. 15% sind bequem für ein Geschäft fast ohne Gemeinkosten und tödlich für eines mit Halle und Team. Die Quote sagt nur neben Ihrer Fixkostenbasis etwas aus.

Entweder je Produkt, mit den Fixkosten, die es tragen soll, oder mit einem nach Ihrem Absatzmix gewichteten Durchschnitts-Deckungsbeitrag. Der gewichtete Wert ist nur verlässlich, solange der Mix einigermaßen stabil bleibt.

Die, in der Sie planen — meist den Monat. Das Ergebnis liest sich dann als Stück je Monat. Wichtig ist nur, die Periode konsequent zu halten: Jahresfixkosten gegen ein Monatsziel ist hier der häufigste Fehler.

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